Das Landratsamt Würzburg teilt mit:

Am Samstag, den 15.06.2024 wurde im hessischen Landkreis Groß-Gerau das ASP-Virus bei einer erlegten Wildschweinbache festgestellt. Dies ist der erste Nachweis des ASP-Virus in Hessen und mit ca. 45 km Entfernung zur bayerischen Landesgrenze der bislang Unterfranken am nächsten gelegene Ausbruch. Wie der hessischen Pressemitteilung vom 16.06.2024 zu entnehmen (Erstmals ein Fall von Afrikanischer Schweinepest (ASP) in Hessen | landwirtschaft.hessen.de), laufen die dortigen Bekämpfungsmaßnahmen auf Hochtouren (Verbringungsverbote, Jagdverbote, intensive Kadaversuchen etc.). Wie der Pressmitteilung des bayerischen Staatsministers für Umwelt- und Verbraucherschutz Thorsten Glauber vom 17.06.2024 zu entnehmen (Abwehrmaßnahmen in Bayern weiter intensiviert), werden auch in Bayern die Abwehrmaßnahmen weiter intensiviert. Unterfranken steht hier aufgrund der räumlichen Nähe zum positiv beprobten Wildschwein im Fokus. Unter die Abwehrmaßnahmen fallen insbesondere verstärkte Monitoringmaßnahmen der Wildschweinpopulation, die auch durch die Anhebung der Abschussprämie auf 100,00 EUR (rückwirkend für das Jagdjahr 2024) unterstützt werden sollen.

Abwehrmaßnahmen Unterfranken

Im Landkreis Würzburg werden, bedingt durch die Lage im Westen Unterfrankens, in Kürze zusätzliche Maßnahmen mittels einer Allgemeinverfügung verpflichtend, die dazu beitragen, das Virus nach einer möglichen Einschleppung möglichst schnell zu entdecken. Dies ermöglicht eine schnelle und erfolgreiche Bekämpfung, um eine unentdeckte Ausbreitung des Virus in der Wildschweinpopulation zu verhindern. Unter diese Maßnahmen fällt eine Kennzeichnungs- und Probenahmepflicht bei gesund erlegten Wildschweinen durch die Jägerschaft. Die Beprobung der verendet aufgefundenen und krank erlegten Wildschweine erfolgt bis auf Weiteres durch das Veterinäramt. Die Proben sind beim Veterinäramt des Landkreises Würzburg oder beim Veterinäramt der Stadt Würzburg abzugeben. Die Ergebnisse werden den Jägerinnen und Jägern umgehend nach Eingang beim Veterinäramt mitgeteilt. Ein Inverkehrbringen von Wildbret wird erst nach negativem Untersuchungsergebnis möglich sein. Diese neuen Maßnahmen werden in weiteren unterfränkischen Landkreisen in Kürze verpflichtend angeordnet.

Ein gesondertes Anschreiben an alle schweinehaltenden Betrieben mit nochmaligen Hinweisen und auf die Einhaltung der (gesetzlich vorgeschriebenen) Biosicherheitsmaßnahmen sowie Informationsmaterial ergeht ebenfalls in Kürze.

Steckbrief ASP
Bei der Afrikanischen Schweinepest handelt es sich um eine oftmals tödlich verlaufende Viruserkrankung, die ausschließlich Haus- und Wildschweine befällt. Eine Ansteckungsgefahr für Menschen sowie andere Haus- und Nutztiere besteht nicht. Auch vom Verzehr von möglicherweise kontaminiertem Fleisch geht für Menschen keine Gefahr aus. Wild- und Hausschweine können sich durch den direkten Kontakt mit infizierten Tieren sowie die Aufnahme von kontaminierten Speiseabfällen oder Schweinefleischerzeugnissen anstecken. Auch eine indirekte Übertragung der Viren, etwa durch Fahrzeuge, landwirtschaftliche Geräte, Jagdausrüstung, Kleidung etc. ist möglich. Die Afrikanische Schweinepest wurde im September 2020 zum ersten Mal in Deutschland nachgewiesen und ist in den Bundesländern Brandenburg und Sachsen in der Wildschweinpopulation weiterhin präsent. Seit 2020 wurde das Virus auch in verschiedenen Hausschweinebeständen nachgewiesen. Anfang Juni wurde das Virus in einem größeren Mastschweinebetrieb in Mecklenburg-Vorpommern festgestellt.

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