Liebe Benutzer*innen unserer Jakobstalhalle,

ich hatte den Termin am 7. Dezember extra anberaumt, um mit euch in Ruhe und mit Besonnenheit, mögliche Auswirkungen der gegenwärtigen Situation zur Unterbringung von Geflüchteten im Landkreis Würzburg und mögliche Auswirkungen auf den Betrieb unserer Jakobstalhalle zu besprechen. Ich wollte das Gespräch möglichst frühzeitig suchen, damit es nicht wieder heißt, „man würde alles immer nur kurz vorher erfahren“.

Ich weiß nicht wer von euch nichts besseres zu tun hatte, als diese Einladung sofort in den Sozialen Medien in Umlauf zu bringen.

An den unsinnigen und falschen Behauptungen, dass die Halle „ab der ersten Dezemberwoche zwangsbelegt wird", ist nicht ein Funken Wahrheit.

In der Presseerklärung des Landratsamtes „Landrat ruft dringend dazu auf, leerstehende Immobilien zur Unterbringung von Geflüchteten anzubieten"betont Landrat Thomas Eberth ausdrücklich dass er „Die Belegung von Turnhallen … als allerletztes Mittel sieht, wenn wir die uns zugewiesenen Personen anderweitig nicht mehr unterbringen können.

Alle 52 Gemeinde, Märkte und Städte des Landkreises, leisten hier Ihren Beitrag zur Erfüllung gesetzlicher und menschlicher Pflichten.
Die Geflüchteten aus den unterschiedlichsten Herkunftsländern, werden gemäß des sog. Monheimer Schlüssels, fair und gleichmäßig über alle Kommunen verteilt. Leser der Main-Post werden sicherlich feststellen können, dass dies keine alleiniges Problem unseres Landkreises ist, sondern neben unseren Nachbarlandkreisen Main-Spessart und Rhön-Grabfeld, ein bundesweites Thema darstellt.

Nachdem Theilheim seine Quote aus verschiedenen und offensichtlichen Gründen, untererfüllt hat, stehen wir sicherlich nicht ganz am Ende der „Liste der Gemeinden“. Diese Liste ist aber dynamisch, das heißt sie verändert sich ständig. Unser Landkreis ist ständig intensiv auf der Suche nach alternativen Unterbringungsmöglichkeiten: Suche nach Notunterkünften im Landkreis: Könnten das Kloster Fährbrück und die Fuchsenmühle unter den nächsten sein?

Mit jeder dieser neugefundenen Notunterkünfte verschiebt sich eine mögliche Inanspruchnahme der Kreiskommunen wochenweise nach hinten.
Ja, es kann nicht mit 100%-iger Sicherheit ausgeschlossen werden, dass auch die Jakobstalhalle in Anspruch genommen wird.

Neben der rechtlichen Verpflichtung, sehe ich auch eine menschliche Komponente: Es sind keine Kisten, Tiere oder Außerirdische die bei uns Schutz suchen, sondern MENSCHEN auf der Flucht. Vielleicht sind wir in wenigen Jahren, wenn der Golfstrom endgültig zusammen gebrochen ist und bei uns eine mögliche neue Eiszeit beginnt, dankbar dafür dass uns andere Länder Zuflucht gewähren?

Ich habe am Wochenende mit nahezu allen beteiligten Benutzern der Halle (eine Person habe ich nicht erreicht, zu einer weiteren fehlen mir die Kontaktdaten) hier im Verteiler persönlich gesprochen und Verständnis für die Situation zurück erhalten. Dafür bedanke ich mich ausdrücklich!

Den ursprünglich für den am 7. Dezember anberaumten Termin sage ich hiermit ab.

Dingender Hinweis zur Benutzung der Duschen in der Jakobstalhalle:
Wegen eines akuten Legionellen-Befalls in sämtlichen Duchen (1 bis 4), werden die Bereich ab morgen kurzfristig geschlossen.
Sobald der Bereich wieder gefahrlos benutzt werden kann, werden wir euch umgehend verständigen.

 

mit freundlichen Grüßen

––

Thomas Herpich
Erster Bürgermeister
Gemeinde Theilheim

Kilian-Wallrapp-Straße 1
97288 Theilheim

09303 98121 50
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.theilheim.de

 

Dieses Schreiben wurde am 26. November 2023 per E-Mail an sämtliche Dauermieter der Jakobstalhalle versandt.

 

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